Plastik in der Zukunft

Plastik in der Zukunft
(Aufsatz von Michael Gruber)

Wenn wir uns über das Plastik der Zukunft Gedanken machen, ist meines Erachtens nicht die Frage, wie wir Kunststoffe weiter entwickeln können, um unser Leben maximal mit ihnen auszukleiden. Vielmehr sehe ich hier als erstes eine Frage, ob wir in diesem Bereich nicht wichtige Grenzen überschreiten.

Nach meinem persönlichen Dafürhalten haben wir das in jedem Fall und der Grund dafür ist recht einfach, denn wir versuchen hier nicht die dafür grundlegenden Zusammenhänge zu erkennen und uns an ihnen zu orientieren, sondern wir bauen auf den hierarischen Grundlagen unseres Lebens, … wer es kann ist der Größte und der tut es, weil er es kann. So entstehen monopolistische Denk- und Lebensweisen, die den natürlichen Ursprüngen im Grundsatz widersprechen. Diese Art des Denkens aktiviert nur die Suche nach Argumenten, um sich der Sache positiv oder negativ mit seiner persönlichen Subjektivität zu nähern. Der Mensch fängt an, seine eigenen Vorteile gegen alles andere zu verteidigen. So wird eine sehr oberflächliche Betrachtung und Argumentation aufgebaut, die den Blick auf das Wesentliche vollkommen verfälscht und aus dem Fokus verliert. Ich bin der Bezug und der andere ist immer Schuld oder der Böse. Eine Betrachtung im Kollektiv ist hierbei nicht im Ansatz möglich, jedoch ist es hier der Schein des Ganzen der wirkt.

Es geht im Leben des Menschen schon lange eigentlich nicht mehr darum, etwas zu tun, weil man es kann. Sondern es ist gut etwas tun zu können, wenn es wirklich und sinnvoll gebraucht wird, es vollumfänglich verträglich ist und integriert werden kann. Aber gerade die Integration und Verträglichkeit von neuen Dingen in unserem Leben wird nicht hinterfragt. Besser gesagt, es wird nach vollkommen falschen Parametern beurteilt. Dabei treibt uns deshalb unsere Entwicklung immer weiter von dem weg, das wir eigentlich als Lebensgrundlage bezeichnen und die zu Grunde liegende wirtschaftliche Orientierung unseres Lebens, lässt uns die wirklich entscheidenden Grundlagen völlig übersehen. Das Leben was entsteht, hat mit dem Leben des Menschen im Ansatz nichts mehr zu tun. Wir haben ein paralleles Leben angefangen und haben die Hoffnung, das es möglich ist, dieses Leben zu führen. Das die Verbindung mit der Natur als dem Leben zugrundeliegender Maßstab eine Rolle spielt, wird vollkommen ignoriert. Die Oberflächlichkeit lässt uns die wichtigsten Fakten vollkommen übersehen und wir sehen nur noch den Nutzen. Die Rücksicht ist vollkommen verloren gegangen und jeder verkennt seine eigene Rücksichtslosigkeit.

Wir sollten uns endlich für das Richtige entscheiden und das ist der Einklang mit der Natur, denn in diesem Einklang schließen sich alle Kreise immer wieder und nicht wie in der Welt, die wir als Leben in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben und als zivilisiert erklären. Ein Leben in der Zivilisation und in einer zukünftigen Hochkultur besteht nicht darin, den Einklang zu ignorieren, sondern ihn trotz gewisser Weiterentwicklungen und Änderungen nicht aus dem Zentrum unseres Seins zu verlieren.

Wenn wir also in Deutschland genügend Landwirtschaft aktivieren wollen, um auch noch Biokunststoff herzustellen, reicht die zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Fläche nicht mehr für den Treibstoff den wir im Moment anbauen. Wo bauen wir dann unseren Treibstoff an? Für unsere Lebensmittel reicht es schon lange nicht mehr. Weite Bereiche werden schon einige Jahre auf Feldern anderer Kontinente angebaut.
Das kann man nicht als im Einklang mit der Natur betrachten und hier werden anderen Menschen ihre naturbezogenen Grundlagen, die von der Natur Gegebenen, einfach weggenommen, …. weil wir es können. Wir stellen uns nicht nur über Menschen, wir stellen uns auch ignorant über die Natur. Das alles wegen der Wahnvorstellungen einzelner Menschen, die hier meinen alles aus Plastik machen zu müssen. Wie viele Ressourcen, die eigentlich den Kreis schließen würden, werden dafür weggeschmissen, missachtet oder entwertet? Wie viele Menschen haben deshalb in den letzten Jahrzehnten ihre Arbeit verloren? Wie viele Berufe wurden unnötiger Weise zerstört und müssen nun mühselig wieder aus der Schublade gekramt werden.
Wir hatten früher unser Leben mit den Flächen geregelt, die da waren, der Kreis mit der Natur war geschlossen und alles war in Ordnung. Landläufig hat keiner über seine Verhältnisse gelebt und alles hat funktioniert. Wir haben alles gehabt, was wir heute krampfhaft versuchen u. a. durch Plastik regeln zu können.

In den letzten Jahrzehnten wurde der Ressourcenverbrauch bis zum Exzess gesteigert. Von Anfang an war erkennbar, das die bestehende Kreisläufe in unserem Leben ignoriert werden und es hat angefangen, das alles über unser eigenes Wohl gestellt wurde. Als die Endlichkeit erkennbar wurde, wurden die fehlenden Wertigkeiten immer noch nicht bemerkt. Immer wieder hat man versucht die Konsequenzen zu korrigieren und die Menschheit hat sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhalten. Die eigentlichen wichtigen Wurzeln, die man hätte erkennen können und korrigieren müssen, die wurden grundsätzlich ignoriert. Es musste ja den Kleinen immer wieder alles weggenommen werden. Existierendes Leben musste immer wieder zerstört werden, damit Einzelne mehr bekommen können, und die würden Ihren Reichtum jetzt auch über den Tod von Milliarden von Menschen hinaus rechtfertigen.

So wurden künstliche Abhängigkeiten erzeugt, die einen Schein über dem Sein installierten. So entsteht unbewusst und dennoch gewollt eine Ignoranz, die in jedem Fall Konsequenzen befürchten lässt, die nicht ignoriert werden können. Denn wir werden mutmaßlich, so in der nahen Zukunft an die Grenzen unserer Existenz kommen. Es ist auf diesem Weg nicht anders möglich. Denn den Weg, den wir gehen, mit dem Schein über dem Sein, zeigt uns nicht die Bilder, die wir in der Lage sein sollten zu erkennen. Wissen und Erkenntnisse die das ermöglichen würden, werden uns vorenthalten oder durch eine Vielfalt ersetzt, die der Vielfalt der Gesellschaft entspricht. So wird am Ende nur versucht die Einigkeit unter den Menschen zu verhindern und man spaltet die Gesellschaft.

Was jetzt die Kernfrage dieses Aufsatzes betrifft, also das Plastik der Zukunft, so bin ich der Überzeugung, das auf Grund der Lügen die hier offensichtlich uns entgegengebracht werden, und die durch wissenschaftliche Messungen erkennbar werden, sich der Bedarf an Kunststoffen auf einen Bruchteil reduzieren wird und sollte. Zumindest sollten wir uns dafür stark machen. Das es einzelne Bereiche gibt, wo wir nicht darauf verzichten sollten, will ich gar nicht ausschließen. In diesen Bereichen können ja auch perfektionierte Kunststoffe ihre Berechtigung erhalten. Jedoch sollten wir uns in den meisten Bereichen unseres Lebens auf die Kreisläufe und an vorhandenen meist überaus nachhaltigen Ressourcen besinnen, die nicht selten als solches Nutzlos bleiben. Der Verbrauch an Ressourcen sollte sich nicht an den Möglichkeiten orientieren, sondern an dem wirklichen Bedarf, den wir bitte nicht mit dem künstlichen Bedarf unseres jetzigen Lebens gleichsetzen. Das Beleben der Kreisläufe und der wachsende Einklang mit der Natur, wird die Menschen nach und nach dazu bewegen, sich aufgrund ihrer in sich gefundenen Selbstverantwortung, wieder an dem wesentlichen zu orientieren, auf das es wirklich ankommt. Die Faustformel ist dabei ganz einfach, denn alles was die Natur, die Umwelt und unser Körper nicht wirklich braucht, hat im Umlauf und in den Kreisläufen nichts verloren.

Wir sollten aufhören die Natur verändern zu wollen und uns gegen alles wehren, was die Natur verändert. Es kann keine Zukunft haben, den die Natur ist auf Grund ihrer Ganzheit, ihre Nachhaltigkeit, ihrer Geschlossenheit und ihrer Präzession immer das Größere und nichts auf diesem Planeten kann jemals über ihr stehen. Sie kann mit uns untergehen, aber wir können ohne sie nicht überleben.

Aber wie gesagt, das ist meine Meinung und jeder hat das Recht es ganz anders zu sehen!
Das nachfolgende Video gibt wertvolle Informationen. Es macht deutlich, worauf die voran gegangene Vorstellung basiert und welche Informationen hier die Fundamente bedeuten.