Leiden der Tiere

Ganz davon abgesehen, das der Müll da eben nicht hingehört, entsteht durch die Existenz von Müll in unseren Gewässern extrem viel Leid, das man selbst mit größten Geschick nicht kleinreden kann. Der Müll ist als Beleg eindeutig und nichts kann das verharmlosen. Dabei bestehen aus verschiedenen Gründen wichtige Gesichtspunkte, weshalb die Tiere und die Einflüsse auf die Natur zum Fokus gehören müssen, wenn es um die Reinigung der Ozeane geht. Deshalb zeigen wir an dieser Stelle verschiedene Sachverhalte auf, die sich in der nächsten Zeit sicherlich noch erheblich erweitern werden.

(Foto: Daphna Lavy – Ecomare)

Wenn in den Berichten von etwa 100.000 Säugetieren die Rede ist, die wegen dem Plastik jämmerlich verenden müssen, dann sind damit in der Hauptsache Tiere wie Wale, Delphine, Seehunde und Seelöwen, sowie Robben, Seeelefanten und Walrosse gemeint. Die Tiere die den größten Anteil an diesem unnötigen Sterben haben dürften, werden auf Grund ihrer Nahrung die Wale sein. Denn alle Bartenwale filtern das Wasser und mit jedem Happen werden extreme Wassermengen nach Krill, Phyto- oder Zooplankton, sowie Algen, anderen Kleinkrebsen und Kleinfischen gefiltert. Für viele Großfische, wie Walhaie und Mantarochen sieht es hier nicht anders aus, auch wenn sie hier nicht mitgezählt werden. Sie haben die gleiche Nahrung wie die Bartenwale, weil sie das Wasser nach Krill und Plankton filtern, und so sind auch sie zum Teil vom Aussterben bedroht. Sie haben keine Möglichkeit dem Plastik auszuweichen. Damit füllen sich dann ihre Mägen, und was da nicht verdaut werden kann verstopft Magen und Darm und sie verhungern. Die meisten von ihnen, gehören zu den von Aussterben bedrohten Tierarten. Dabei ist es eine Mutmaßung, ob so nicht teilweise mehr Tiere sterben, als von der jeweiligen Tierart geboren werden, weshalb wir nicht schnell genug und vor allen gut koordiniert beginnen sollten.  Aber hier gibt es noch viel mehr zu sagen.

das war mal ein Albatros auf den Midway Inseln (Foto: http://www.firmm.org)

So auch die Meeresvögel, die nicht selten in scheinbar unerreichbaren Regionen ihre Insel oder Ihren Platz haben. Dabei lebt dort kein Mensch, jedoch gibt es endlos viel Müll, der ohne den Mensch auch nicht weggeräumt wird. Ein Fakt, der für Millionen von Vögeln jedes Jahr den Tod bedeutet. Das nur, weil sie die bunten Teile mit Nahrung verwechsel. Dabei geht es hier teilweise um große Brutkolonien, in denen dann auch gleich die Jungen dieses gefährliche Gut gefüttert bekommen. Die Tiere können da ja nicht unterscheiden. Wir laufen mutmaßlich und mittelfristig hier Gefahr, die schon extrem und gravierend eingeschränkte ursprüngliche Vielfalt, die hier von der Natur mal existiert hat, noch weiter einzuschränken und so Konsequenzen zu realisieren, die wir uns nicht wirklich vorstellen können oder wollen.

Aber auch viele andere Tiere weltweit leiden unter dem Plastik, wie zum Beispiel die Heiligen Kühe in Indien, von denen unzählige eingeschläfert werden mussten und müssen, um ihr Leiden zu beenden. Denn es sind nun einmal heilige Kühe. Sie sind so nicht von den Müllhalden weg zu bekommen und so wird deutlich, das dieses Problem global gelöst werden muss, denn diese speziellen Dinge gibt es in vielen Fällen. Aus allen Teilen der Welt werden täglich neue Fälle bekannt, in denen Tiere wegen unserer Verantwortungslosigkeit verenden. Ja selbst in unseren Regionen verendete ein Rehbock, der sich in einem achtlos hinterlassenen Nylonseil mit seinem Geweih verheddert hat, und nur ein Bruchteil dieser Vorfälle wird bekannt.

Aber in den Meeren ist es am intensivsten und neben den Meeresschildkröten, die auch zu den betroffensten Arten zählen, sind eigentlich alle Fische betroffen. Dabei ist das auf die globale Verteilung des Plastik zurückzuführen. Zudem gibt es leichte und schwere Plastikteile, weshalb schon jetzt Plastik und Mikroplastik bis in Tiefen von 6000 m nachgewiesen werden konnte. Dabei ist das Mikroplastik, das offensichtlich Heimtückischste, denn die Tiere können es unbemerkbar aufnehmen und des wird im Gewebe abgelagert. Muscheln, die ja auch das Wasser Filtern, Krill und das Phytoplankton, ja eigentlich alle Bewohner unserer Gewässer betrifft das und damit ist das Plastik nicht nur die vielfältigste Art die Umwelt zu zerstören, sondern auch die Schwierigste, wenn es um das Zurück geht.

Dabei betrifft es uns selbst auch, denn die Fische, die wir dann auf unsere Teller bekommen, enthalten Plastik und dann lagern wir es in unseren Körpern ein. Damit wird der Teufelskreis nahezu perfekt. Noch sind die daraus resultierenden Konsequenzen nicht wirklich erkennbar, jedoch erregen frei werdende Gifte und krebserregende Stoffe die Gemüter, auch wenn der Eine oder Andere hier versucht diese Sachverhalte klein zureden. Stoffe die so nicht in der Natur vorkommen, die haben da einfach nichts verloren. Wir haben augenscheinlich nicht mal im Ansatz die Möglichkeit, bei all den Qualitäten, die einige Wissenschaftler doch haben, die weitreichenden Konsequenzen umfassend zu erkennen.