Flüsse

Flüsse

Das die Flüsse ein ähnliches Problem darstellen wie die Ozeane und Meere, ist vielen Menschen die sich in dieser Thematik einbringen bekannt. Wie diffizil es sein kann und wie viele wertvolle Ansätze hier existieren können, wenn man genau zuhört, wird am Beispiel des mutmaßlich dreckigsten Fluss der Welt, dem Citarum  in Indien deutlich.

Nach diesem Video scheint auch an diesem Beispiel, im ersten Moment, die Situation scheinbar hoffnungslos. Allerdings bei genauer Überlegung wird dann jedoch sehr leicht deutlich, das wir hier durch die globale Gemeinschaft der Menschen und einem angepassten Programm sehr viel und sehr schnell erreichen könnten. Der Anfang ist, wie bei fast allen Flussproblemen, der Gleiche. Zuerst bringt man sich mit den örtlichen Aktivisten in Kontakt, dann sind hier die alles umfassenden Grundlagen und Informationen einzuholen, um das regional begründete Problem zu definieren.  So kann dann das Konzept erarbeitet werden, falls dieses nicht sogar schon existiert.  Eines der größten Probleme, das in solchen Fällen die Aktivisten nur kaum merkliche Fortschritte machen oder hier Kompromisse eingehen, damit sich wenigstens etwas bewegt, verdeutlicht die Machtlosigkeit, die durch die GCH nicht mehr existiert. Trotzdem landen auch hier die nicht brauchbaren Abfälle mutmaßlich im großen indischen Wirbel, … oder doch im nordpazifischen Wirbel?

Die Flüsse sind nicht die Quellen des Mülls, die es zu verhindern gilt, auch wenn sie irgendwie an der Flussmündung zu einem charakteristischen Ursprung werden. Aber sie werden direkt von den Quellen des Mülls versorgt. Trotzdem sind sie ein Bereich der mit den jeweiligen Quellen anzugehen ist. In Sachen Müll hat ein solcher Fluss viele Quellen und sie sind nicht zu unterschätzen. So wird jeder Fluss zu einem eigenständigen Projekt, was es aufzugreifen gilt.

Was allerdings die technische Seite von Fluss-Projekten betrifft, existieren hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, von denen die Meisten auch mit Schleusen-Betrieb in einem überschaubaren Rahmen, in Sachen Kosten, realisierbar sind. Hier sind die Kommunen in vielen Regionen der Welt für Lösungen und realisierbare Konzepte dankbar. Klar sollte jedoch sein, das ein Fluss-Projekt, gerade an Flüssen wie dem Citarum, aus vielen kleineren Teilprojekten besteht, in die man die Arbeiten an den Quellen einbeziehen muss. In manchen Fällen wird die eigentliche Reinigung von Flüssen sehr kurz sein. Wo hingegen die Vorbereitung und die Eindämmung der Müllquellen erheblich intensiver werden kann.

In vielen Flüssen spielt das Mikroplastik noch nicht die Rolle und kann daher vernachlässigt werden, wenn es in Untersuchungen kontrolliert wird. Dafür sind hier in viele Fällen Schwermetalle, dessen Quellen analysiert werden müssen und deren Einleitung es zu unterbinden gilt. Dabei werden an solchen Beispielen auch die Vorteile und Grundlagen der GCH deutlich, denn sie ist ein wirksames Mittel gegen Korruption und Vetternwirtschaft.

Aber noch mal zurück zu den Flüssen, denn einen wichtigen Punkt gibt es bei Flüssen immer und das ist die Mündung. Die Stelle, an der sich der Fluss mit dem Meer vermischt. Hier ist der Tierbestand am geringsten, da die wenigsten Lebewesen Süß- und Salzwasser gleichermaßen als Lebensraum nutzen können und die dort durch die Reinigung gestört werden könnten. Es ist die letzte Möglichkeit hier konsequent gegen diesen charakteristischen Ursprung etwas vorzunehmen, bevor er sich mit dem globalen Mix verbindet! Das gilt es immer zu nutzen.

Darüber hinaus sind unsere Flüsse, mit ihrer Reinigung, der sinnbildliche Anfang eines neuen Zeitalters, das hier mit dem letzten Tag der Reinigung sogar eine genaue Datierung aufweisen kann. Denn bei vielen Flüssen kann es einen Tag 1 in naturgegebener Reinheit in der Zukunft geben. In den Ozeanen und Meeren wird das wahrscheinlich viele Jahrhunderte dauern und wir werden lange darauf warten müssen.

Beispiele zu Flüssen die Anregen können:

Mumbai: Kampf gegen den Müll

Abfälle verstopfen Fluss im Süden Chinas

Hier der ganze Bericht vom Citarum