Der Grund der Meere

Wenn wir den Grund der Meere betrachten, gibt es hier verschiedene Klassifizierungen die unterschiedlich angegangen werden müssen. Dazu kommt das wir hier von schwerem Plastik und anderen Stoffen wie Autoreifen beispielsweise reden. Oder es geht um mit atomarem Müll, Ölen, Giften oder Chemikalien gefüllte Fässer. Dazu kommen aber auch andere Gegenstände, aus Metallen, Schiffe, Autos, Flugzeuge etc, die wir bis vor wenigen Jahren zum Teil noch absichtlich versenkt haben, wenn wir sie nicht mehr gebraucht haben. Heute wissen wir das das falsch war, denn es zeichnen sich auch unangenehme Konsequenzen ab, die die positiven Erscheinungen immer mehr in den Schatten stellen. Sehen können wir eben nur kleine überwuchernde Ökosysteme. Unsere Wissenschaftler sehen dabei aber auch das augenscheinlich Unsichtbare. Die Liste an dem was hier gefunden werden kann ist endlos lang und alles was der Mensch in Form gebracht hat sollte, nach heutigem Stand, bis auf einige Ausnahmen, so gut es irgend geht wieder raus.

Da sind erstmal die Tiefen bis etwa 20 m. In diesen Bereichen ist es zum Teil möglich, besonders bei geringem Müllaufkommen, gegebenenfalls mit Tauchern erfolgreich zu sein. Dabei kann es bei diesen geringen Tiefen oftmals schon schwierig werden, wenn es sich um klobige und unhandliche Gegenstände handelt, die ohne krantechnische Hilfen nicht zu bewerkstelligen sind. Nur auf schwere Kaffeebecher zu hoffen, ist dann doch sehr blauäugig und die Probleme bestehen nicht nur aus Plastik. Einrichtungen und Geräte, die sich hier mit dem schwimmenden Plastik und Mikroplastik befassen, werden sich überwiegend in den oberen 300 Metern bewegen und suchen auch nicht zwingend den Grund ab.

Sich mit dem Grund zu befassen, ist ein sehr heikles Thema, denn hier kann auch sehr leicht mehr zerstört werden, als gut gemacht wird. Ansonsten steigen die Anforderungen an Mensch und Technik mit jedem Meter Wassertiefe und Schiffe, die den Müll vom Grund hochsaugen, werden zunehmend unbrauchbar. Dazu kommt das diese Sauger, auf Grund von sehr wichtigen Anforderungen, auch speziell konstruiert werden müssen. Ab 1500 bis 2000 Meter erreichen wir dann Tiefen, da kann von der Oberfläche aus nicht mehr viel gemacht werden. Damit erreichen wir dann Tiefen, in denen offensichtlich nichts mehr gehen kann, wenn man sich nicht in wesentlichen Dingen neu orientiert. Alle Arbeiten sind um realisiert zu werden in die Tiefen zu verlegen, denn nur eine in der tiefe lebende Autonomie erlaubt es uns effiziente Arbeiten zu gewährleisten.  Es ist nicht mehr ohne aufwendige und meist teure Technik machbar. Dabei können wir auf Grund der durch den Bedarf erkennbaren Stückzahlen auf unbezahlbare Prototypen verzichten, denn es kommen sehr viel günstigere Kleinserien zum Tragen.

So wie an der Oberfläche bietet sich hierbei an, das spiegelbildlich mit den Reinigungen in den Tiefen ab etwa 500 m Wassertiefe anzugehen.  So könnte der Müll an der Oberfläche mit aufgenommen werden und ebenfalls verarbeitet werden. Wichtig hierbei ist, das vor allem die Gefahren beseitigt werden. Wenn die eine oder andere Bergung unangemessen viel Zeit in Anspruch nimmt, ist das dann auch verschiebbar. Außerdem werden wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht jedes Wrack bergen können.

Betonen sollte man an dieser Stelle jedoch, das sich hier ein vollkommen anderes Bild der Vermüllung zeigt. Zu dem existieren in den Tiefen Gefahren, auf die eingegangen werden muss. Neben den schwereren Plastik und Müllteilchen die sich am Grund absetzen, warten in den Tiefen der Ozeane eine Unmenge an Zeitbomben, die allesamt drohen in den nächsten 50-70 Jahren ihre Wirkung zu entfalten, und alleine deshalb schon geborgen werden müssen. Dabei geht es um etliche 10.000de von Fässern, mutmaßlich werden es in Summe weit über 100.000 sein, wenn man weis das weltweit mehrere Tausend von diesen Verklappungsfahrten seit den Endsechzigern stattgefunden haben. Hierbei geht es um chemische Abfälle, Atommüll und Gifte, mit denen wir bisher nicht viel anfangen konnten.
Da unten liegen weltweit 8.000 Schiffe, … Frachter, Tanker, Tank-U_Boote, etc, die in sich nach Angaben von Fachleuten mehr Öl einlagern, als 2010 im Golf von Mexiko ausgetreten ist. Wo sie genau liegen, ist allerdings nicht bekannt. Diese Lager drohen in der nahen Zukunft aufzubrechen und das sie dann der Tiefsee nicht gut tun. Das die Tiefsee extrem geschwächt ist, braucht wohl kaum näher erwähnt zu werden.

Müll in der Tiefsee

Die Tiefsee ist eine der intensivsten Aufgabenstellungen und man kann nie auf den ersten Blick sagen was zu geschehen hat. Jede Entscheidung muss wissenschaftlich betrachtet werden, denn es kann auf den ersten Blick nie gesagt werden, was in dieser Situation das Richtige ist. Zu viele variable Faktoren sind zu berücksichtigen.