Um was gehts?

Um was geht’s?

Vorab ein kurzes Video:

Bevor wir auf den Unterseiten dieses Menüpunktes die einzelnen Müllsituationen darstellen, hier noch grundlegende Gedanken und Informationen.

Es geht nicht darum, dass man mal ein paar Bilder gesehen hat und das einen einzelne Nachrichten erreicht haben. Auch geht es nicht darum, hier Verschwörungstheorien zu fördern, die am Ende doch nur der Spaltung dienen. Wir sollten uns alle bewusst machen, das trotz der Forschungsarbeiten der vergangen 30 – 40 Jahre hier keine konkreten Aussagen existieren. Niemand ist in der Lage zu sagen, wie viel es wirklich ist, auch wenn das gigantische Ausmaß augenscheinlich existiert. Das ist einer der Gründe dieses Webauftritts, denn die realen zu Grunde liegenden Fakten sollten wir nach einer solchen Zeit wenigstens im Ansatz haben. Nicht nur weil sie möglicherweise existenziell für die Menschheit und möglicherweise auch für die Natur eine Rolle spielen können.

Wir haben hier Stoffe, die nachweislich bedeutende Schäden verursachen und wenn hier nachweislich Millionen von Tieren an Hunger sterben, weil sie sich mit Plastik satt gefressen haben, dann besteht hier umgehend Handlungsbedarf. Es kann nicht sein das andere, auf diesem Planeten lebende Wesen, auf Grund unserer Dummheit leiden. Das sollte für einen selbstverantwortlichen Menschen,  ein konsequentes NoGo darstellen.

Wenn ein Teil der Menschen diese Realität ignoriert, ist das vielleicht noch zu verstehen. Jedoch ist das Problem mit dem Müll erheblich vielfältiger und es beginnt mit einer Zeitspanne von 500 Jahren, die diese Abfälle für den biologischen Abbau brauchen können. Gut einige schaffen es in 300 Jahren, was aber letztlich nichts ändert. In der Zeit werden diese Teile immer mit Nahrung verwechselt werden können und die Summe an Plastikteilen steigt jedes Jahr unaufhörlich. Dazu kommt, das die Plastikteile u. a. auch durch UV-Einstrahlung in immer kleinere Teile zerfallen, bis sie mit bloßem Auge kaum erkennbar sind. Je kleiner diese Mikropartikel, desto größer wird die Zahl der Tiere die diese Teile aufnehmen. Dabei wird das im Bereich von Mikropartikeln, was man allgemein bis vor kurzem nicht mal auf dem Schirm hatte, noch deutlich kritischer. Wir wissen einerseits, dass diese Gifte, um die es geht, gravierende Veränderungen im Organismus vieler Lebewesen hervorbringen können. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass wir die Konsequenzen dieser Belastungen erst erkennen oder uns sichtbar werden, wenn sie unumkehrbar sind und uns mit extremen Endgültigkeiten begegnen, die wir nie akzeptieren würden. Denn diese Teile werden in den Körpern und Organismen, die sie Aufnehmen, eingelagert. Dort wirken sie wie eine Zeitkapsel, weil sie dem Körper auf lange Sicht und kontinuierlich diese Gifte verabreichen. Das dazu auch Tiere unserer Speisekarten gehören, weshalb diese Stoffe in unsere Körper gelangen und bei uns eingelagert werden können, das kann in Anbetracht der Umstände aber nur als sekundär betrachtet werden, auch wenn das viele gerne anders sehen. Es ist letztlich eine logisch folgende Konsequenz, denn zuerst müssen es die Tiere aufnehmen und die haben ihre Probleme damit.

Auch ist nicht klar, wie diese Gifte mit den bereits verteilten anderen Giften reagieren werden. Es ist nicht abzuschätzen, wie diese Gifte in den atomar verstrahlten Gewässern wirken werden. Der Gift-Cocktail der sich in der Tiefsee noch daraus entwickeln kann, weil hier mutmaßlich hunderttausende von diversen Giftmüll-Fässer verklappt wurden, ist nicht mal im Ansatz vorstellbar. Sie werden wahrscheinlich in den nächsten 20 Jahren allesamt durchgerostet sein. Dabei reden wir von dem ältesten Ökosystem der Erde, in dem das Leben auf Chemosynthesen aufbaut, die vorwiegend auf Schwefelwasserstoff basieren. Da unten spielen viele Chemikalien eine wichtige Rolle, was wir nicht unterschätzen sollten. Vielleicht beschäftigen sich unsere Chemiker mal mit diesen Forschungen, anstelle darüber nachzudenken, wie der Kunststoff sich in der Natur schneller abbauen kann. Auch ein Abbau von 30 oder 50 Jahren dauert zu lang, verhindert nicht die Gifte und Dinge, die zwar mit Rohstoffen aus der Natur hergestellt wurden, aber in der Natur so nicht vorkommen. Sämtlicher Müll gehört unter die Kontrolle und hundertprozentige Verantwortung des Menschen, oder sie sollten nicht hergestellt werden dürfen.

Damit wird klar, es ist eine Situation entstanden, die durch ihre exponentielle Entwicklung sich in der nahen Zukunft mutmaßlich in einen irreparablen Schaden entwickeln wird. Wie allerdings der Begriff nahe Zukunft definiert werden kann, das ist noch zu klären, denn 5 -30 Jahre – alles ist möglich. Jedenfalls stehen wir in Sachen Plastikmüll an einem Scheideweg, eine irreparable Situation heraufzubeschwören. Noch kann alles geregelt werden, aber der Maßstab drückt sich nicht mehr in Jahren oder Jahrzehnten, sondern in Monaten und einzelnen Jahren aus. Einer der Gründe ist, das die augenscheinliche Betrachtung nie der aktuellen Entwicklung entspricht. Das was wir erleben, das ist das Resultat unseres Wirkens von vor 5-10 Jahren. Wenn wir also die Veränderungen der letzten 5-10 Jahre betrachten, dann ist klar, was noch auf uns zu kommt, selbst wenn wir von Heute auf Morgen kein Plastik mehr in den Umlauf bringen. Das heißt, der Müllberg würde trotzdem in den nächsten Jahren weiter ansteigen und das Ende vom Plastik würde mutmaßlich erst ab 2025 spürbar werden. Bis dahin dürften wir auf diese Art und Weise etliche Arten dieser Ökosysteme ausgerottet haben, ohne auch nur einen Finger krumm zu machen. Auch wenn noch nicht alle Fakten hieb und stichfest sind, ist das eines der möglichen Szenarien, die uns erwarten können. Sicherlich kann es auch ganz anders kommen. Nur da uns das keiner mit Sicherheit zusagen kann, sollten wir uns auf das Schlimmste einstellen und so auf Nummer sicher gehen. Denn der Müll gehört unter die Kontrolle des Menschen, was es auf dem kürzest möglichen Weg zu realisieren gilt.

Es ist ein globales Problem, welches wir Menschen auch gemeinsam lösen sollten, denn heute kann sich kaum eine Region auf der Erde davon freisprechen, denn einen Anteil trägt hier letztendlich jeder. Da die eigentlichen Verantwortlichen jede Verantwortung ablehnen, bleibt hier nur die globale Gemeinschaft, um endlich etwas zu bewirken. Seit 20 Jahren existieren gesetzliche Grundlagen, die das Einleiten von Müll in die Ozeane und Meere verbieten und da selbst diese nicht wirken, können wir uns nur noch auf unsere Selbstverantwortung verlassen. Es ist die einzige Chance die uns in diesem Zusammenhang mutmaßlich noch bleibt und die Einzige mit der wir noch etwas bewirken können.