Mensch vs Natur

Mit Mensch vs Natur ist nicht das gegeneinander Kämpfen oder miteinander Messen gemeint, auch wenn das in der einen oder anderen Betrachtung durchaus so aufgefasst wird. Vielmehr geht es hierbei um eine aktuelle Betrachtung dieser Beiden, die letztlich auf ein gegenseitiges Ergänzen angewiesen sind. Dabei sind Mensch und Natur biologisch betrachtet zwei vollkommen unterschiedliche Konstrukte, die so auch eindeutig definiert werden können. Der Unterschied ist, das wir die Natur noch nicht verstanden haben, während die Natur uns offensichtlich kennen muss, auch wenn das nicht in der eigentlichen Bedeutung des Wortes zu sehen ist.

Während seitens der Natur lediglich die erhaltenden Veränderungen beobachtet werden können, sieht das beim Menschen etwas anders aus und aus der Sicht ist ein mutmaßlicher Kampf gegen die Natur leicht nachvollziehbar. Schließlich definieren wir Nachhaltigkeit damit, das wir bestrebt sind die kleinst mögliche Belastung für die Natur zu erzeugen. Das dies aber immer noch einer groben Naturunverträglichkeit und einer massiven und meist unbewussten Zerstörung der Natur gleichkommt, das interessiert die meisten Menschen nicht. Dabei ist das nur ein Beispiel und Nachhaltigkeit wird nur da definiert, wo man der Masse an Menschen begegnet. In allen anderen Bereichen wütet die uneingeschränkte Zerstörung, die man versucht mit wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten zu rechtfertigen und die man mit halbherzigen Maßnahmen auszugleichen versucht. Also wenn hier ein realer Kampf existiert, dann ist es der Mensch der die Natur bekämpft, nur entspricht das grundsätzlich einem Selbstmord. Das dies nicht jeder erkennen kann ist klar und bedauerlich.

Dabei sollte uns das Ganze viel bewusster sein, weil das vom allgemeinen Wissen her ableitbar ist. Schließlich haben wir gerade in den letzten Jahrzehnten in diesem Bereich einen wahren Quantensprung gemacht, was unser Wissen betrifft, was immer nur rückblickend betrachtet werden kann. Damit hat sich nicht nur unser Wissen, sondern auch der Rahmen unsere Möglichkeiten deutlich erweitert, was einer der Hinweise auf eine Verhältnismäßigkeit von Wissen und Entwicklung verdeutlicht. Letztlich haben wir nie die Möglichkeit, zu erkennen, wie weit das in der Zukunft gehen kann. Man braucht sich dafür nur vorstellen, Christoph Kolumbus hätte jemand versucht den Begriff “Parkassistent” oder “Rückfahrkamera” zu erklären. Wenn wir uns jetzt vor Augen führen, welche Konsequenzen uns heute erwarten würden, wenn das Wissen um diese Dinge 1500 existiert hätte, als der Mensch nicht mal im Ansatz eine “Reife” dafür hatte. Zu Wissen was kommt und wohin unsere Entwicklung in den nächsten 500 Jahren geht, kann bei objektiver Betrachtung niemals ein Weiterkommen bedeuten, weil sich nach den anfänglichen augenscheinlichen Annehmlichkeiten auch die massiven und uneingeschränkten Zerstörungen verdeutlichen.

Aber was ist der Mensch nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Stand unserer Entwicklung heute? Wir sind zu einem Wesen herangereift, das wie kein anders Wesen über einen eigenen Willen verfügt. Auch unsere Fähigkeiten haben einen Stand erreicht, der uns deutlich von allen anderen Lebensformen unterscheidet. Wir entwickeln uns immer mehr zu einer Spezies, die die Form aller Wesen in dem Naturkonstrukt Erde mit Fähigkeiten verbindet, die in vielerlei Hinsicht bisher nur von der Natur vorbehalten waren. Das heißt aber nicht, das wir alles können was die Natur kann. Es liegt nun an uns zu erkennen, das der Mensch jetzt anfängt seine pubertäre Phase zubeenden und wir unseren Dickkopf auszuschalten haben, wir also aufhören unseren Willen durchzusetzen, weil wir es können. Stattdessen würden wir gemeinsam den Willen auch dafür einsetzten, um an der richtigen Stelle mal nein zu sagen, obwohl wir bisher rücksichtslos ja gesagt und es gemacht haben.

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