Unsere Ziele

Vorab sollte man bedenken, dass es keine leichte Aufgabe ist, der wir uns dabei gegenüber sehen. Es dürfte eine der größten Herausforderungen aller Zeiten sein, denn uns ist eine derartige Unternehmung in einem solchen Ausmaß nicht bekannt. Wir sind außerdem der Überzeugung, das das Abwarten und Ignorieren nicht lösungsorientiert sein kann, denn derartiges Verhalten hat in der Geschichte offensichtlich immer die Existenz gekostet. Jedoch hat die schöpferische Aktivität immer den Fortbestand gewährleistet. Dabei war eben immer nur das Problem zu erkennen, was wann erforderlich war. Obwohl sich auch die Frage, wann ist mit der Lösung zu beginnen, eigentlich selbst beantwortet, ist es doch so, das es keinen Sinn ergibt, auch nur einen Tag nach einer Einsicht/Erkenntnis zu warten. Wenn es gilt Leid zu beenden und einzugrenzen, können wir immer nur sofort beginnen.

Auch wird von Tag zu Tag immer mehr Menschen bewusst, das die Existenz allen Lebens von der Lösung dieses Problems abhängen kann. Denn mit jedem Tag werden neue Erkenntnisse deutlicher, die befürchten lassen, das es darauf hinausläuft. Wer sich tief genug mit der Gesamtthematik auseinandersetzt, wird auf diesen Schluss kommen und nur in der Oberflächlichkeit ist das nicht zu ersehen. Anders herum ist auch klar, wenn wir eines Tages diese Frage endgültig beantworten können, wird das Problem nicht mehr lösbar sein. Wir können also nicht verlieren, wenn wir grade noch zeitig beginnen. Entweder wir warten und pokern, oder wir erkennen und werden schöpferisch aktiv, was unsere Position eindeutig machen sollte.

Ein anderer Gesichtspunkt ist, das die Problemlösungen, die in der Vergangenheit immer die Korrektur von Konsequenzen bedeutet hat, nur neue Probleme und anders geartete Konsequenzen zur Folge hatten. Somit kann jetzt die Entwicklung biologisch abbaubarer Kunststoffe nichts zur Lösung des aktuellen Problems beitragen, denn sie verändern nur die Konsequenzen und wir können nicht mal im Ansatz prognostizieren, was wir dann an Konsequenzen zu erwarten haben. Lassen wir uns von dem Augenscheinlichen verblüffen, verlieren wir den Fokus auf die Problemstellung. Davon abgesehen, warum jetzt, das Problem ist seit 40 Jahren bekannt.

Einige sind der Meinung, wir sollten die Natur das Problem lösen lassen und den Kunststoff einfach da lassen wo er jetzt ist. Eine einerseits verständliche Denkweise, denn dann muss man nichts tun. Aber wir haben zu viele wissenschaftliche neue Erkenntnisse und Bewusstwerdungen, durch die klar wird, dass das eben nicht funktioniert. Denn bis die Natur damit vielleicht fertig ist, was nur vorsichtig vermutet werden kann, ist alles Leben auf der Erde mit den verschiedensten Giften belastet und die Meere und Ozeane werden höchst wahrscheinlich dann kein Leben, wie wir es kennen, mehr beherbergen. In den nächsten zehn Jahren wird die Belastung in jedem Fall steigen, selbst wenn wir von heute auf morgen kein Plastik mehr in die Natur einbringen. Es wird die höchsten Konzentrationen an Giften und Belastungen hervor bringen, die unsere kühnsten Vorstellungen übersteigen. Schließlich ist hier ein zeitversetzter und exponentieller Verlauf eindeutig und nicht zu leugnen. Dazu kommen die wissenschaftlichen Untersuchungen, die hier eindeutig die zu erwartenden und anzunehmenden Konsequenzen aufzeigen.

Auch Forschung rund um Kunststoff fressende Mikroorganismen ist mehr als nur fragwürdig, vor allem da es aus der Vergangenheit kein endgültig zufriedenstellendes Beispiel aus vielleicht vergleichbaren Problemstellungen gibt. Die Sachverhalte, die vielleicht als Beispiel dienlich sein können, sind nur in der anfänglichen und augenscheinlichen Betrachtung sinnvoll, aber mehr auch nicht. Wir wissen das die Organismen sehr anpassungsfähig sind und was tun sie, wenn sie in den lebenden Tieren anfangen das eingelagerte Plastik zu vertilgen und was fressen sie wenn kein Kunststoff mehr da ist, oder liegt dann irgendwann nur noch Staub in unseren Küchenschränken? Das lässt sich vielleicht alles für die erste Generation dieser Mikroorganismen erklären, aber nicht für die folgenden Generationen.

Damit ist klar, was und warum etwas für uns nicht in Frage kommen kann. So kommen wir zu unseren Vorstellungen und dem Zusammenspiel, das hier im Raum steht. Die erste alles entscheidende Grundlage ist die Erkenntnis, das Problem ist global, und es entspricht einer von Menschen gemachten Katastrophe. Sie ist durchaus vergleichbar mit dem gleichzeitigen Ausbruch von 10 Supervulkanen der stärke VEI 8, also der Grössenordnung des Yellow Stone. Augenscheinlich ist die Plastikkatastrophe im ersten Moment wegen der fehlenden Belastung der Atmosphäre nicht erkennbar, und es wird auch keinen vulkanischen Winter geben. Jedoch hat die nahezu gleichmäßige Verteilung der Gifte, die hier zu erwarten ist, ihr Piek noch lange nicht erreicht, und genau das lässt sich ohne unsere gemeinsame Aktivität auch nicht verhindern.  Dazu kommt, das es nicht nur das Plastik ist. In Summe, mit dem was da noch durch unsere Verklappungen der letzten 50 Jahre und nuklearen Katastrophen hinzu zuaddiert ist, wird sich der Piek, also die maximale Belastung, erst in frühestens 10 Jahren zeigen.

In der nächsten Grundlage sollten wir uns bewusst machen, das es sinnfrei ist, einen Schuldigen zu suchen. Letztlich ist diese Konsequenz auch nur dem Leben geschuldet, was wir global gesehen führen. So ist klar, diese Katastrophe wird das Leben aller Menschen verändern, und alleine schon deshalb ist es eine Sache gleichermaßen von Menschen, aus allen Teilen der Erde. Sie und nichts anderes können diese Veränderung bestimmen, die hier durch die Bereinigung hervorgerufen wird.

Es geht also zuerst darum, die Bildung einer globalen Gemeinschaft zu animieren und diese zu begleiten, die sich mit und durch die Katastrophe bilden und entwickeln kann. Diese Gemeinschaft orientiert sich an allen Menschen, der Erde,  Natur und Umwelt. Das mit der Maßgabe einen für alle gleichen bzw. ähnlichen Wohlstand zu generieren und den maximal nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu berücksichtigen. Dabei wird der maximal mögliche technische Entwicklungsstand realisiert, der durch das Einbringen und Berücksichtigen von fachlichen Kompetenzen, den Rahmen und die Zielorientierung optimiert. Dadurch wird keine Führung oder hierarchisches Konstrukt gebraucht, denn alles was in betracht kommt entsteht aus der Selbstabbildung und Formulierung von Bedürfnissen, die es zu erkennen und zu erfüllen gilt, und dazu muss der Gemeinschaft nichts übergeordnet werden. Ganz davon abgesehen, das sich auch nichts dieser Gemeinschaft überordnen kann, denn selbst das würde dem Rahmen und der Zielorientierung widersprechen.

Um diese Gemeinschaftsbildung zu animieren und zu begleiten, ist ein Team aufzubauen. Dieses Team organisiert sich in einer Ebene und dehnt sich, dem Erfordernis folgend,  in immer spezifischere, detailliertere und fachlich kompetentere Gruppen aus. So steigt nach “Außen” die Fachkompetenz und das nutzbare Wissen im Kernteam wächst letztendlich in jeder Hinsicht. Erst diese zielgerichtete Kompetenz  ermöglicht die Erfüllung von Bedürfnissen. Durch diese Bedürfnisorientierung entsteht am Ende eine scheinbar automatische Selbstkontrolle eines jeden Menschen. Die fachlichen Kompetenzen bauen auf Berufungen und Selbstverantwortung. So werden andere gleichwertige fachliche Kompetenzen verbunden, die dadurch eine bedürfniserfüllende Schöpfung realisieren.  Und so entstehen immer wieder automatisierte Prozesse, die zwar augenscheinlich an unser bisheriges Kontrollsystem erinnern, doch von der Art eher mit einer Proberechnung einer mathematischen Gleichung vergleichbar sind.

Um diese Gemeinschaft zu animieren und das Team aufzubauen, haben wir unsere Berufung erkannt. Die Website sollte durch ihren Inhalt deutlich machen, das wir auch über die benötigten Fähigkeiten verfügen, und die Defizite gleichen sich in jedem Fall durch Erweiterung des Teams aus. Um was es geht wird deutlich beschrieben und es hat schon heute, zum Teil seit vielen Jahren, Einfluss auf unser persönliches Leben.

An dieser Stelle wird es wohl kaum erforderlich sein, alles detailliert darzustellen. Wer an dieser Stelle glaubt, das das möglich ist, der hat es nicht verstanden. Denn vieles bestimmt sich eben durch das Bedürfnis, das immer über allem steht, weil es im Interesse aller Menschen gleichermaßen ist. Durch die zugesicherte Transparenz, die weit über das normale hinaus gehen wird, steigt das Vertrauen in unsere Integrität von alleine.

Was den Müll in unseren Ozeanen im allgemeinen betrifft, ist deutlich erkennbar, was zu tun ist. Wir haben an der einen oder anderen Stelle schon darauf hingewiesen. Das Wichtigste ist die globale Vernetzung der Aktivisten und der Austausch von Informationen. Denn wenn an 100 Orten auf der Erde die gleichen wissenschaftlichen Testreihen gemacht werden, und 60 % sind doppelt, weil keiner vom anderen weiß, dann liegt die Ineffizienz förmlich auf der Hand. Wenn einer eine Lösung hat, wird diese unbürokratisch allen Anderen mit einem ähnlichen Problem zugänglich gemacht. Vielleicht existiert die eine oder andere Erkenntnis schon, was so sehr leicht eruiert werden kann. Jeder kann einfacher Kontakte finden, die ihm weiterhelfen, oder wir suchen gemeinsam nach der Lösung. Wir werden allen Möglichkeiten eine Plattform bieten, damit wir alle Probleme zusammen auf dem kürzest möglichen Weg lösen können. Durch die zu erwartende und sich stetig intensiver werdende Teamarbeit, ist das alles gewährleistet. Trotzdem werden wir Jahrzehnte brauchen, wenn es reicht. Alles orientiert sich primär am Leid das entsteht, dann an der Belastung die existiert und zum Schluss kommt die Feinarbeit. Denn der Müll muss raus und keiner darf wieder rein.
Dazu kommt die Verbindung der Organisationen, die ja ohne großen Aufwand einen wesentlichen Teil dazu beitragen. Einer der wichtigsten Punkt jedoch ist, das wir zunehmend bessere und deutlicher Fakten, als Informationen für den ganzen Globus, bereitstellen können. Auch wenn das dem einen oder anderen vielleicht nicht gefällt; Die Menschen auf der ganzen Welt brauchen das in jedem Fall.

Es geht in jedem Fall um ein vernünftiges, sinnvolles und effizientes Zusammenwirken, von und mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen, aktiven und freien Forschern sowie Instituten.

Natürlich würden wir auch die Okeanos Oceancleaner verwirklichen. Auch dafür ist es erforderlich ein Team zusammen zu stellen. Damit nehmen wir ja keinem Arbeit weg, denn wir werden eine unvorstellbare Menge solcher Geräte brauchen und das diese Erfolg haben werden, steht für uns außer Frage. Es müssen verschiedene Gesichtspunkte für die Nutzung gewährleistet werden und was alles möglich ist, wird deutlich mehr sein, als es im Moment erkennbar ist. Der enorme Rahmen der sich ergebenden Möglichkeiten ,ist ohne sich mit dem Thema beschäftigt zu haben, nicht leicht erkennbar.

Auch die in der Schublade befindliche TSS Okeanos, die auf Grund einer speziell entwickelten Baukonstruktion in der Lage sein wird, als extrem große Anlage in der Tiefsee bis in Tiefen von 6000 m Forschung, Reinigung und Bergung zu leisten, ziehen wir in Erwägung optimiert zu präsentieren.

Was hier gebraucht wird, sind neben sich einbringenden und mitarbeitenden Menschen, auch Spenden für Förderungen und Investitionen, denn alles muß finanziert werden. Aber es werden auch Menschen für die Gemeinschaft gebraucht und Aktivisten, die zudem ihre Informationen einbringen. Wobei das Eine das Andere nie ausschließt.