Um was geht es uns

Um was geht es uns…

Müll in unseren Ozeanen
Wenn man sich mit dem Thema “Müll in unseren Ozeanen” das erste mal nach einigen Konfrontationen im Alltag auseinandersetzt, dann wird man positiv und negativ überrascht. Negativ überrascht wird man von der Vielzahl an Informationen, wie extrem sich der Müll offensichtlich schon verbreitet hat und was hier alles an Fakten und Wissen mutmaßlich schon existiert. Positiv überrascht wird man von den vielen Menschen, die sich dafür einsetzen, das der Müll beseitigt wird und die stetig steigende Bereitschaft, auch von Menschen aus Kreisen, wo man es nicht so leicht erwarten würde.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge prasselt die Fülle an Informationen auf einen ein, wenn man erkennt, das ein Teil der Aktivisten sich bis zu 40 Jahre schon damit beschäftigt. Es ist beeindruckend wo Menschen anfangen, weil sie ihre Berufung erkennen. Es ist beeindruckend, wie viele Menschen hier ihrer Selbstverantwortung folgen. Es ist aber auch beeindruckend, wie viele Entwicklungen es schon gibt, die, auch wenn sie unrealistisch wirken, zumindest erstmal als futuristisch wirkende Vision eindrucksvoll erkennbar sind.

Dann stellt man auch das erste mal fest, wie viele Organisationen sich hier engagieren. Dieses meist geführt durch eine Berufung die einer gelebten Selbstverantwortung entspringt. Sie schöpfen den Rahmen ihrer Möglichkeiten aus und wandeln das für sie Mögliche in die Tat. Darüber hinaus werden einem selbst dann die vielen verschiedenen weltweiten wissenschaftlichen Forschungen deutlich, die die Vielfältigkeiten erst unterstreichen. Vieles ist da und man hat den Eindruck das die Menschen alle in der nahen Zukunft anfangen, die Millionen von Tonnen aus den Meeren zu räumen. Das Ende des Leids scheint erkennbar und man bekommt den Eindruck, das da Licht am Ende des Tunnels ist.

Aber wie definiert sich dieses Müll-Problem denn letztendlich?
Um die Situation wirklich einschätzen zu können, muss man den bisherigen Verlauf definieren und deutlich machen. Wenn wir nach der Definition fragen, müssen wir auch die Entstehung und den Verlauf hinterfragen.

Angefangen hat alles mit dem Interesse an Kautschuk, welches durch die Naturwissenschaftler ab etwa 1700 aufkam. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts stehen den Menschen Kunststoffe zur Verfügung. Nach den Anfängen der Polymerchemie um 1920 verbreiteten sich auch die synthetischen Kunststoffe. Die Vielfalt an Kunststoffen wurde immer unüberschaubarer. So entstand 1930 ein weltweites Produktionsvolumen von etwa 10.000 t aus den verschiedensten Kunststoffen, das sich bis 1950 auf 1 Mio. t entwickelte. Aktuell, also 2017, sollten wir von etwa 340 Mio t Produktion weltweit ausgehen. Die meisten Angaben von 300 Mio t stammen aus den Jahren 2012 bis 2013. An dieser Stelle sei angemerkt, das es verschiedene Quellen für diese Informationen gibt, die nicht alle gleich waren. Wir haben uns erlaubt hier ein Mittel verschiedener Quellen anzunehmen, da es keine verifizierten Angaben gibt. Aber es sind keine gravierenden Abweichungen und sie stammen aus verschiedenen Orientierungen.

Bis 2008 ist ein deutlicher exponentieller Verlauf erkennbar, dem ein nicht wirklicher erklärbarer Kurswechsel folgt. Dabei verhindert der Kurswechsel letztlich den exponentiellen Verlauf nicht wirklich. Und damit kommen wir zu einem weiteren Diagramm, der Summe an Müll, der zur Zeit in unseren Gewässern verteilt ist.

Dieses Diagramm ist nicht als Nachweis oder Ermittlung zu sehen, wie viel real vorhanden ist! Es zeigt “nur” wieviel Müll in unseren Ozeanen möglich und erklärbar ist. Es basiert auf der von der Industrie eingeräumten 10% Formel, also auf der Annahme, das Durchschnittlich 10% der Jahresproduktionen in der Natur landen, weil der Verbleib nicht klar ist. Dazu ist die 10 jährige verzögerte Wirkung berücksichtigt. Die vagen Annahmen, die in den unterschiedlichsten Foren zwischen 180 und 700 Mio t Müll in unseren Ozeanen erklären, ist eine unverantwortliche Diskrepanz.

Es ist also möglich und wir sehen es als Vorstellung an, das in den Ozeanen 400-500 Mio t Müll eine reale Größe sein kann, an der wir uns orientieren sollten. Auch die Mutmaßungen einzelner Wissenschaftler, das sich diese Menge in den nächsten 4-6 Jahren verdoppeln kann, ist eine durchaus mögliche Entwicklung, die man nicht verharmlosen sollte.  Wieviel es wirklich ist oder mal sein wird, wird wohl immer nur angenähert geschätzt werden können.

Was also ist zu tun?
Ohne Frage, der Müll muss raus, wenn das Leid und die Zerstörung der Natur aufhören soll. Wir könnten auf den Fingerschnipp Gottes warten, oder uns auf die Hilfen der Außerirdischen seelisch und moralisch vorbereiten. Gut beides sind Dinge, die in der Geschichte schon häufiger versucht wurden und die mehr oder weniger immer im Nichts geendet haben. Dazu brauchen wir nur die Analysen der unzähligen Zusammenbrüche von Kulturen und Zivilisationen betrachten, die ohne einen kriegerischen Akt verschwunden sind und da gibt es einige. Dabei entspricht die Aufgabe doch exakt dem Weg zu sich selbst und hin zur Selbstverantwortung, die viele in sich selbst finden wollen und finden können. Alle bisherigen Aktiven sind ein Musterbeispiel dafür und alles andere sind nur Ausreden eine Warteposition zu erklären. 

Das primäre Ziel sollte es sein, auf dem schnellsten Weg die Kontrolle über den Müll zu bekommen. So erkennen wir alle Bereiche, in denen Tieren, so wie der Natur und Umwelt Leid oder Schaden zugefügt wird und vor allem ihre Quellen. Anders herum, was nutzt es, wenn wir den Müll aus den Ozeanen rausholen, wenn er doch wieder nachkommt. Die Strategie kann nur dann aufgehen, wenn die Aktivitäten von den Zielen in Richtung der Quellen und von den Quellen, dem Weg folgend, der Müll weg geräumt und neuer Müll verhindert wird. Gleichzeitig dürfen einige Randbereiche nicht vergessen werden. 

Das wiederum bedeutet auch, möglichst bald einen Überblick über dieses globale Chaos zu bekommen. Uns stellt sich hier nicht die Frage, wo die Grundlagen genau dafür liegen, denn wir sehen weltweit eine unvorstellbare Zahl an Aktivisten und Organisationen. Sie alle, jeder Einzelne für sich selbst, haben Informationen, die an einem Punkt zentralisiert werden sollten. Durch diese Zusammenführung und Offenlegung wird nicht nur das wahre Ausmaß deutlich, sondern es zeigen sich auch automatisch die Erfordernisse. Darüber hinaus können alle Aktivitäten begleitet werden. So entsteht eine Optimierung, und viele Menschen können damit ihre Berufung erkennen, die sie bisher noch nicht erkannt haben. Die Zahl der Aktivisten steigt und sie werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv werden. Die Möglichkeiten, das sich so alle auf wenige Punkte konzentrieren und Einfluss nehmende Bereiche übersehen werden, geht gegen Null. In den wenigen Fällen, diejenigen die sich nicht vermeiden lassen, da muss dann eben geschlichtet oder konsensiert werden. Was die Randbereiche betrifft, die am Ende keiner anfassen will, müssen eben Lösungen gesucht werden, denn sie existieren.

Neben dem Entwurf der Okeanos Oceancleaner, gehören auch diese Aufgaben zum Rahmen unserer Möglichkeiten, die von unserer Berufung geprägt werden. Es sind nicht die einzigen Konzepte, aber letztlich greifen am Ende auch bei uns intern alle ineinander und fügen sich zu einem gigantischen Netzwerk. Wir können an dieser Stelle nur versuchen diese Möglichkeiten deutlich zum machen, aber ohne Unterstützung nutzen die besten Fähigkeiten, Erkenntnisse, Fertigkeiten, Möglichkeiten und auch die erkannte Berufung nichts, weil sie nicht gelebt werden können.

Wir können hier nur dazu aufrufen, die “Global Community of Humanity” global aufzustellen, deren Anfang wir vorbereitet haben, um diese Aufgaben aufzunehmen und umzusetzen. Nichts anderes auf dieser Welt ist in der Lage das erreichen zu können, was diese Gemeinschaft erreichen kann. Wir können auch nur bitten, das uns jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützt, damit diese Aufgabe geleistet werden kann.